Besucht von: JJ , am: 29. 10. 2005 , Objekt Nr. de-gv-bu.0101 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Tschechische Republik



Das Herrenhaus (Geb. Nr. 1) !


Wegweiser in Büsslingen


Wohnhaus des Gutsherrn

Erhalten waren die Sickerstückung, ein Teil der Grundmauern und in der nördlichen Hälfte 1 - 2 Lagen des aufgehenden Mauerwerks. Das Haus war einstöckig. Die Seitenlängen brtragen 35 x 40 m. Die Räume : geschlossene Eingangshalle, 2 Ecktürme, warscheinlich nur einstöckig, mit Unterfussbodenheizungen beheizte Räume, Wohn- und Schlafräume, Vorratsraum als Kellerersatz und ein nicht überdachte Innenhof.

Bei reichen und prunkvoll ausgestateten Gutshöfen ist das Herrenhaus in der Regel zweistöckig gebaut; die Eingangshalle ist nach aussen offen, das über die Halle ragende Dach wird von einer Säulenreihe gestützt, die Ecktürme stehen vor der Mauerfront, der Innenraum ist in der Regel ganz überdacht. Beim Büsslinger Herrenhaus verzichtete man auf den Luxus einer offenen Säulenhalle und bezog die Halle in den Wohnbereich mit ein. Die Ecktürme waren wahrscheinlich nicht als solche zu erkennen. Sie sind einstöckig und existieren nur in rudimentärer Form als zwei gleich grosse, quadratische Räume beiderseits der Eingangshalle. Auch der eigentlich zu jenem Herrenhaus gehörende Weinkeller fehlt, wohl wegen des mitunter bis dicht unter die Oberfläche reichenden Stauwasserhorizonts. Als Kellerersatz diente ein etwas grossflächigererRaum mit Mörtelfussboden in der Westecke des Hauses. Reste von Mörtelfussböden hattensich nur in wenigen Räumen erhalten. Die Hauseingänge waren nicht rekonstruierbar. Als kleiner architektonischer Verschönerungsversuch ist der Übergang von der Grundmauer zum aufgehenden Mauerwerk durch Abschrägung der obersten Grundmauersteine an der Hausausenseite fliessend gestaltet, ähnlich wie beim Schmiedehaus.(Zu erkennen an der Nordwestseite des rekonstruierten Mauerwerkes) Entlang der Südwestseite, der Wetterseite, läuft ein mit Kies gefüllter Sickergraben, in dem das Regenwasser versickern konnte. Daraus kann man auf ein nach aussen geneigtes Pultdach über den Wohnräumen schliessen.


Funktionsweise der Unterfussbodenheizung (Hypocaustrum)

Das System wurde Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. von den Römern entwickelt. Auf einem unteren gemörtelten Boden stehen etwa 80 cm hohe Steinsäulen (andernorts bis zu 1,5 m hohe Säulen aus aufeinandergelegte Ziegeln oder aus Stein). Über die Hypocaustpfeiler legte man quadratische Ziegelplatten mit annähernd 50 cm Seitenlänge (andernorts Steinplatten). Die Platten (Suspensurplatten) bildeten die Unterlage für einen dicken Fussboden aus Kalkmörtel der durch Beimengen von kleinen Ziegelbruchstücken rötlich gefärbt wurde. Die Bodenoberfläche wurde sorgfältig geglättet.

In den Hohlraum zwischen Unterboden und Fussboden drang heisse Luft, die durch ein Feuer im Feuerungsteil des Heizkanals erhitzt worden war. Die Heiluft erwärmt den Fussboden bei Dauerbetrieb den ganzen Tag über auf maximal 30 Grad Celsius. Vierkantige Tonröhren (tubuli)leiten die Warmluft und den Rauch entland den Innenwänden nach oben, das heisst auch die Wände wurden von der Abkühlenden Luft noch ein wenig erwärmt.

A. v. d. T.



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Öffnungszeiten::

Frei zugänglich

Parkmöglichkeiten:

Direkt beim Gutshof


Kosten:

ev. Benzinkosten (Eintritt Frei)

Gastronomie:

in der Stadt


Übernachtung:

in der Stadt


zum ausdrucken

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Wegbeschreibung:

per Fahrzeug


Optimale Route von Stuttgard nach Büßlingen
Fahrzeit: ca. 1 Stunde 51 Minuten
Von Stuttgard aus etwa noch 164 Kilometer bis Büßlingen


Anweisung, Teilstrecke, Richtung
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Stuttgart auf die B14 fahren
am Kreuz Stuttgart auf die A831 abbiegen und richtung Singen fahren
bei Villingen-Schwenningen auf die A81 abbiegen und weiter richtung Singen fahren
am Dreieck Bad Dürrheim auf der A81 weiter richtung Singen fahren
am Kreuz Hegau der A81 weiterhin richtung Singen folgen
bei Gottmadingen von der A81 auf die B34 abbiegen
bei Bietingen von der B34 auf die E41 abbiegen
bei Thayngen von der E41 auf die 15 richtung
Büßlingen fahren


In Busslingen dem Wegweiser "Römischer Gutshof" folgen


Der Parkplatz befindet sich direkt beim Gutshof
Zu sehen sind hier die Grundmauern von insgesamt 7 Gebäuden des Römischen Gutshofs



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oder

Herrenhaus im Gutshof von Büsslingen

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