Besucht von: JJ , am: 08. 02. 2007 , Objekt Nr. ch-br-us.0001

 

 


Schweiz Bern



Burgruine Unspunnen !



Auf allseits freistehendem Felsblock errichtete Burg
mit zentralem Rundturm auf dem höchstem Punkt.


Ein Burgherr wird erstmals im Jahre 1232 erwähnt: Burkhard von Unspunnen.
Im 13. Jahrhundert gelangte die Burg an die Herren von Wädenswil, gemäss Überlieferung aufgrund der Beteiligung Burkhards am Aufstand des Oberländuschen Adels gegen Herzog Berchtold von Zähringen.


1306 Verpfändong an die Habsburger, danach diverse Handänderungen des Pfandes.
1332 erfolglose Belagerung durch die Talkleute von Haslital;
1334 Einnahme durch die Stadt Bern. Danach verschiedene Besitzer bis zum erneuten Übergang an Bern,
das die Anlage 1398 an die Herrn von Scharnachtal veräuserte,
die um 1425 die Burg in Stand stellten.
Die bis 1533 bewohnte Burg zerfiel im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts.


Die Kernanlage des frühen 13. Jahrhunderts unfasste den zentralen Rundturm, den oberen steinernen Wohnbau (Palas) sowie die Ringmauer.
Ihr Betsnd im Norden teilweise erhalten, im Südosten gesichert und dürfte im Südwesten dem Verlauf der säteren Mauern des sogenannten unteren Palas entsprochen haben.
Der Zugang in den Burghof lag auf der Nordseite. Im ausgehenden Mittelalter entstanden der untere Palas und der Südwestannex.
Zum "bernerrischen Rüti" wurde Unspunnen durch die im Jahre 1805 erstmals auf der Wiese vor der Ruine durchgeführten Hirtenspiele mit Alphornblasen, Schwingen, Armbrustschiessen und Steinstossen (der "Unspunnenstein" hat heute internationale Bekanntheit). Ziel des Nationalfestes war es, im Nachgang zur Mediationsverfassung von 1803, die spannung zwischen Stadt und Land abzubauen.
"...neue Freudschaftsbande zwischen den Bewohnern der Landschaft und dem Einwohner der Stadt,... jene holde Einigkeit wieder keimen und blühen zu machen..." -schrieb der Berner Schultheiss Nikulaus Friedrich von München im Einladungstext.
In der Folge wird Unspunnen zum obligaten Ausflugsziel des Internationalen Tourismus, zum Vehikel des neu lancierten Alpenmythos. eine erste Restaurierung bringt um 1880 eine Terassa und einen polygonalen Pavillon.


Restaurierung 1946/47 (Kur- und Verkehrsverein Wädenswil mit Internierten), 1968/69 (Christian Frutiger) sowie 1988 - 90 (Hochbauamt/Archeologischer Dienste des Kanton Bern).
Die Anlage ist eigentum des Kanton Bern
A. v. d. T.



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Öffnungszeiten:


frei zugänglich

Parkmöglichkeiten:

in Wilderswil


Kosten:

ev. Autospesen

Gastronomie:

in Wilderswil


Übernachtung:

in Wilderswil od. Interlaken


Koordinaten:

N46° 40.33 / E007° 51.232 (618 m ü.M)


zum ausdrucken


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Interlaken nach Wilderswil
Fahrzeit: ca. 4 Minuten
Von Interlaken aus etwa noch 3 Kilometer bis Wilderswil


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in Interlaken über die Hauptstraße auf die Unspunnenstrasse fahren und nach Wilderswil folgen
In Wilderswil ist die Ruine Unspunnen nicht zu übersehen !



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