Besucht von: JJ , am: 22. 09. 2004 , Objekt Nr. ch-rr-ar.0005 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Basel Land Aargau



Augusta Raurica (Augst/Keiseraugst) !



Das Frühkristliche Babtisterium in Kaiseraugst


Öffnungszeiten:


Täglich von 10:00 - 17:00 Uhr


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Rekonstruktionsversuch


So ungefähr dürfte das Frühkristliche Babtisterium in Kaiseraugst ausgesehen haben.



Die Frühkristliche Kirche mit Babtisterium konnte in den Jahren 1960 - 66 ausgegraben werden. Der kompliziertze Gebäudekomplex wurde in der 2. hälfte des 4. Jahrhunderts n. Chr. erbaut (Phase 1) und blieb nach mereren umbauten auch im 5. oder eventuell sogar 6. Jahrhundert in Gebrauch (Phase 4) in den nebenreumen der kleinen Kirche waren das Taufbecken und sein für frühchristliche Riten Typische Kaltbad eingerichtet.
Hier, in der frühkristlichen Kirche von Kaiseraugst, residierte auch eim Bischof. Für das 4. Jahrhundert ist urkundlich ein "Justihanus Rauracorum" bezeugt. Einer seriner Nachfolger. Ragriachar, war im 7. Jahrhundert bereits Bischof von Kaiseraugst und Basel, und bald darauf wurde der Bischofssitz ganz in die aufblühende Stadt Basel verlegt. Kaiseraugst wurde zum Dorf und hate das letzte Privileg seiner spätantiken grösse verloren.



Bauphase 1 (zweite Hälfte 4. Jahrhundert n. Chr.) mit Kirche und Nebenräumen.
Bauphase 4 (5. Jahrhundert) mit Kirche, Baptisterium und Bad.



Das Christentum


Unmittelbar nach dem Tode Christi entstanden innerhalb der jüdischen Gemeinde erste Gruppen, die sich zum neuen Glauben bekannten. Bald begannen die Christen, Ihren Glauben zu verbreiten. Um 50 n. Chr. gab es bereits eine grössere Gemeinde In Rom. Die offizielle Anerkennung des Christentums erfolgte jedoch erst im Jahre 313 n. Chr.

Die Missionierung

Im Laufev des 1. Jahrhunderts n. Chr. wurde die Verwaltungsstrukturen aufgebaut, die zur Durchführung des Missionsauftrages nötig waren. Die Kirche als Institution begann sich zu formen. Das Christentum fand in aiien Befölkerungsschichten Anhänger.


Die Vervolgung

Von einigen Verfolgungswellen abgesehen, konnte sich das Christentum nahezu ungehundert ausbreiten. Erst im Laufe des 3. Jahrhunderts nahmen die Verfolgungen zu. Die Stadtsmacht fuhlte sich aussen- und innenpolitisch zunehmend bedroht und warf den Christen mangelnde Loyalität gegenüber dem Kaiser vor. Dieses vorgehen wurde mit dem Tode bestraft. Von den Verfolgungen waren meist Vorsteher der Christengemeinden und Angehörige höherer Sände betroffen.


Das Christentum wird anerkannt

Im Jahre 313 n: Chr. stellte Kaiser Constantin 1. die neue Religion den übrigen römischen Kulten gleich 391 n. Chr. wurde sie Staatsreligion: die nunmehr "heidnischen" Kulte wurden verboten.



Das Christentum in den Provinzen


Fundobjekte und Gebäude eindeutig christlichen Charakter sind in den Gebieten nördlich der Alpen nicht vor dem 4. Jahrhundert bekannt. Denn bis dahin durfte die neue Religion nur in Geheimen ausgeübt werden. Schriftliche Quellen bezeugen einen Bischof bereits im 2. Jahrhundert. In Lyon (Frankreich), später auch in anderen grösseren Städten, so auch in Kaiseraugst.


Der Bischof von Kaiseraugst

Für Kaiseraugst wird erstmals 364 n. Chr. ein Bischof namens Junlintanus auf einer - allerdings umstrittenen - Teilnehmerliste eines Konzils in Köln erwähnt. Ein zweiter Bischof namens Ragnachar ist erst im Jahre 640 n. Chr. bezeugt. Er scheint nicht nur Oberhaupt der Kaiseraugster, sondern auch der Basler Gemeinde gewesen zu sein.


Frühkristliche Stätten in Kaiseraugst

Bauliche hinweise auf die Christengemeinde gibt es erst im frühen 5. Jahrhundert n. Chr. Auf dem Friedhof nahe dem Kastell endstand um 400 eine kleine Memoria eingedächnisbau mit Apsis. Die reste der Kastellkirche mit Baptisterium hier stammen wohl aus der selben Zeit
Eine Grabkirche, Grabstäten mit Kreuzzeichen und das Deckplattengrab mit Tragekreuz (an der Wand des Schutzbaus ausgestellt, aus dem Kastellfriedhof gehören erst ins 7. Jahrhundert wie auch die Grabsteine des Baupoaidus und der Radoara (in der Vitriene).



Christliche Symbole


Erste eindeutig als christlich zu interpretierendee Symbole wie das Kreuz und das Chi-Rho-Zeichen ( ), die grichischen Anfangsbuchstaben des Namens Christi, des "Gesalpten" erschienen auf Fundgegenständen im späten 4. oder frühen 5. Jahrhundert. Taube, Laier, Fisch, Schiff, Anker und Fischer Kommen aus der römischen Symbolwelt, sind aber mit christlichen Auffassungen vgereinbar.


Spuren des Chritentums in Augusta Raurica

Es fällt auf, dass der neue Glaube in spätrömischer und frühmitelalterlichen Zeit in unserem Gebiet nur selten Spuren hinterlässt Kreuz und Cri-Rho-Zeichen ( ) erscheinen nur gelegentlich auf Gebrauchsgegenständen oder Grabsteinen.


Fortdauer des Heldentums

Es ist anzunehmen, dass in spätrömischer Zeit ein Grossteil der Befölkerung noch nicht christlich war. Den römischen Göttern dürfte trotz staatlicher Verbote weiterhin geopfert worden sein. Die Verwendung der Formel DM (DISMANIBUS) den Manen (heidniscche Tolangötter) zusammen mit dem chrislichem Kreuz auf dem Grabstein des Baudoaldus (in der Vitrine) zeigt dass die Heidnische Tradition lebendig geblieben ist.
Der Zuzug nicht römisch geprägter Befölkerungsteile dürfte gerade in unserem Gebiet heidischen Vorstellungen, Mahnung geboten haben, vor allem auserhalb städtischen Zentrem.



Die Taufe


Die Taufe symbolisiert den Kreuztod besiegelt die aufnahme der Gläubigen in die christliche Gemeinschaft. Bis zur Taufe mustendie Gläubigen einige Aufgaben erfüllen die sie für das Empfangen des Sakraments bereit machen sollen. Als Tauftermin galtdie Osternacht.



Die Vorbereitund auf die Taufe



Die Taufwilligen mussten:


Sich anmelden und Ihre Namen bekannt geben.
Ihre Sünden bekennen und Busse tun.
Durch die Glaubens- und Sittenlehre
Durch Prüfung und Exorzismus ihrer Körper reinigen.
Das Glaubensbekäntnis lernen.
Die Taufzeremonie



Die ersen Schritte:


Die Öffnung des Taufling durch berührund von Mund und Nase auserhalb des Baptisteriums, des Taufraumes.
Die salbung in Baptisterium rüstet den Taufling zum Kampf gegen Satan und die Welt.
Das Lossagen von Satan. Der Teufling weist Satan von sich und wendet sich gegen Osten.
Die Taufe durch das Untertauchen im grossen Taufbecken oder das Übergiessen mit Wasser.
Die Salbung des Hauptes des Gelautten und überreichen des weisen Xielder.
Mit dem Kreutzzeichen auf der Stirm erlebt der Taufling den Taufgotesdienst in der Kirche.



Deckplatte eines Frühkristlichen Grabes


Die Kalksteinplatte mit dem langen Kreuz war die Abdeckung eines Grabes. In der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts n. Chr. kennzeichnete sie eine christliche Bestattung.


Die Platte kam 1842 in der grossen Kastellnekropole in Kaiseraugst zum Vorschein. Hier bestettete im 4. Jahrhundert n. Chr. die Befölkerung des spätrömischen Kastells (Castrum Rauracense) ihre Toten. In den drei folgenden Jahrhunderten beerdikten deren Nachkommen, die Bewohnerinnen und Bewohner des frühmittelalterlichen Dorfes von Kaiseraugst, ihre Angehörigrn weiterhin im gleichen Friedhof.



Leihgabe des Römermuseums Augst an die Römerstiftung Dr. Rene Clavel.
Zwei weitere christliche Grabsteine aus dem Kastellfriedhof in Kaiseraugst,
sind im Museum zu Besichtigen.
A. v. d. T.



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Eintrittspreis:

frei zugänglich

Parkmöglichkeiten:

In Augst und Kaiseraugst


Kosten:

ev. Wegspesen

Gastronomie:

im Augst und Kaiseraugst


Übernachtung:

im Augst und Kaiseraugst

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Und hier sehen Sie,
wie Sie Augusta Raurica finden können !




Kartenausschnitt nach Augusta Raurica


Koordinaten:

621538 / 265659 (267 m ü.M)


Plan zum ausdrucken


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Zürich über Baden nach Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst)
Fahrzeit: 50 Minuten
Von Zürich aus etwa noch 72 Kilometer bis nach Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst)


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von Zürich über den Neumühle Quai in die Stampfenbachstraße abbiegen
der Stampfenbachstraße über die Museumstraße die Pfingstweidstraße richtung Zürich-Hardturm, Zürich-Altstetten folgen
am Limmattaler Kreuz auf die A1 in richtung Bern/Basel fahren
und der A1 über Dietikon, Würenlos, Wettingen, Neuenhof und Baden folgen
nach Baden von der A1 auf die A3 in richtung Basel fahren
der A2 bis Liestal, Augst folge
an der Ausfahrt Augst abfahren und dem Wegweiser "Augusta Raurica" folgen



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