Besucht von: JJ , am: 22. 09. 2004 , Objekt Nr. ch-rr-ar.0009 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Basel Land Aargau



Augusta Raurica (Augst/Keiseraugst) !



Haustierpark !


Öfnungszeiten:

Der Römische Haustierpark ist Täglich geöffnet
von 10:00 bis 17:00 Uhr
(Nov. bis Feb. von 10:00 bis 16:00 Uhr)



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Römischer Hustierpark

Der römischer Haustierpark in Augusta Raurica wird von der Stiftung Pro Augusta Raurica betrieben. Ersteht unter dem Patronal des Tierschutzesbei bei der Basl, Artgerechte Tierhaltung, Sauberkeit und Einrichtungen werden regelmässig vom Tierschutzverein und vom Kantonstierarzt kontroliert.
Die Widder der Bündner Oberländer Schafe tragen diselbe Gehörn wie die römischen Schafe (das Tierpark-Signet zeigt den Griff einer flachen Bronzepfanne aus Augusta Raurica mit Widderkopf).


Schafe und Ziegen zur Römerzeit in Augusta Raurica

Da sich die Knochen von Schafen und Ziegen nicht immer eindeutig auseinanderhalten lassen, werden beide Tiere hier gemeinsam behandelt. Im römischen Augst verringern sich die Knochenanteile von Schaf und Ziege vom 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. deutlich. Wärend des frühen 1. Jahrhundert war die Zahl dieser Tiere beträchtlich. Zu jener Zeit bestand die Stadt zum grössten Teil aus Holzhütten. Warscheinlich war es in den "Bretterbuden" eher möglich, inmitten einer Siedlung Kleinvieh zu halten. Als seit der Mitte des 1. Jahrhunderts die Holzhäuser allmählichden Steinhäusern weichen mussten, scheint die Kleifiehhaltung an boden verloren zu haben.


Hausrind zur Römerzeit in Augusta Raurica

Die in Augusta Raurica ausgegrabenen Tierknochen stammen zu 43% vin Rindern. Das Rind war demnach das wichtigste Haustier zur Römerzeit; es lieferte mit Abstand die grösste Fleischmänge. Vom 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. ist eine Zunahme der Rinder festzustellen. Im Kastell Kaiseraugst, dem militärischen Zentrum des 4. Jahrhundert n. Chr. ist der Anteil der Rinderknochen besonders hoch. Die zur Römerzeit lebende Rinder erreichten eine durchschnittliche Widerristhöhe von 113 cm bei Kühen und 132 cm bei Stieren. Beim heutigen Simmentaler Fleckfieh bertägt die durchschnittliche Höhe 138 cm bei weiblichen und 147 cm bei Mänlichen Tieren.


Das Pferd zur Römerzeit in Augusta Raurica

Pferde dienten den Römern in erster Linie als Reit- oder Lasttiere, darüber hinaus spielten sie eine wichtige Rolle für die Wagenrennen. Columella gibt in seinem Schriften Anweisungen zur sorgfältigen Pflege der Pferde. Für die Arbeit in der Landwirtschaft scheinen die Römer die genügsameren Maultiere und Esel bevorzugt zu haben. Allerdings gibt es nördlich der Alpen nur wenige Nachweise von Hauseseln in römischer Zeit. Darüber, ob die Römer Pferdefleisch gegessen haben, herrschen unersichtliche Meinungen. Die bei Grabungen Aufgefundenen Pferdeknochen weisen zwar Schnittspuren auf, doch sind sie weniger zerstüccckelt als dies bei Speiseresten von anderen Tieren üblich ist. In Augusta Raurica wurden allerdings auch Pferdeknochen gefunden, die sich als Speisereste deuten lassen.


Pferde der Römerzeit

Die Pferde der Römerzeit erreichten eine durchschnittliche Widerristhöhe von 141 cm. von der Grösse her entsprechen ihnen am besten die heutigen Haflinger.Bedeutend grosser sin die in der Schweiz gezüchteten Warmblutrassen. Ihre Statuen erreichen eine durchschnittliche Höhe von 160 cm, die Hengste sogar 170 cm. der Anteril an Pferdeknochen am gesamten Knochenbestand von Augusta Raurica ist äusserst gering, er steigt jedoch im Verlauf der Jahrhunderte an. Im Kastell Kaiseraugst, wo das Militär untergebracht war, sind für das 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. die meisten Pferdeknochen nachgewiesen. Diese Befunde Stmmen mit denen aus anderen römischen Militärstationen nördlich der Alpen überein. Aus den Fundstellen ist zu schliessen, dass die Stallungen am Rand und nicht im Zentrumder Stadt lagen. Der relativ grosse Anteil der Pferdeknochen am Ort der Herberge (mansio) an der grossen Einfallstrasse zwischen dem Ost- und Westtor, deuten enterweder darauf hin, das hier auch grössere Stallungen standen, die dem Pferdewechsel dienten, oder dass hier besonders viel Pferdefleisch verzehrt wurde.

Aus römisher Zeit überlieferte Pferdenamen:

Advocatus (Anwalt)
Agricola (Bauer)
Amandus (Liebling)
Aquila (Adler)
Blandus (Schmeichler)
Candidus (Schneeweisser)
Catta (Katze)
Cursor (Renner)
Ferox (Tollkühner)
Gallus (Gallier)
Glaucus (Grauschimmel)
Incitatus (Heisssporn)
Latro (Schurke)
Leo (Löwe)
Lupus (Wolf)
Luxuriosus (Lüstling)
Marculosus (Scheccke)
Nauta (Matrose)
Parasitus (Schmarotzer)
Puerina (Mädelchen)
Pullentianus (Rappe)
Romanus (Römer)
Sagitta (Pfeil)
Scholasticus (Student)
Taurus (Stier)
Victor (Sieger)
Maultiere besorgten den Güterverkehr über die Alpenpässe


Vom Steinquader zum Brunnentrog

Gleich fünf solcher Tröge Standen nebeneinander In der Halle eines Gebäudes im Stadtzentrun (Insula 24) Sie bildeten das trennende Element zwischen zwei Raumhälften und weden als Tränke- und Futtertröge eines grossenViehstalls interpretiert.
Die Sandsteinblöcke scheinen erst in zweiter verwendung ausgehölt und in Tröge umfunktioniert worden zu sein. Seitliche Versetzmarken weisen auf eine Erstverwendung der Quader in einem Monumentalbau hin.

Grosser Brunnen

Der Brunnentrog stamt aus einem von Säulen umgebenen Innenhof eines Hauses im Stadtzentrum (Insula 31). Das hineingehauene Becken fast etwa 500 Liter Wasser. Unten an einer Längswand ist ein ovales Abflussrohr eingearbeitet, das bei Gebrauch leicht mit einem Pfropfen verschlossen werden konnte.
Der original Trog aus rotem Bundsandstein ist in zahlreichen Bruchstücken erhalten. Er lag auf einer grossen, zweiteiligen Fundamentplatte. In dieser war eine umlaufende Abflussrille - mit einer Schiebevorrichtung zum Schliessen! - eingearbeitet.



Informationen:

Die Stiftung Pro Augusta Raurica verdankt die Errichtung des Informatinspavillon und
der Nutzbauten im RÖMISCHEN HAUSTIERPARK AUGUSTA RAURICA
der grosszügigen finanziellen Unterstützung durch:


den Louerlefonds des Kanton Basel-Landschaft,
die Interkantonale Landeslotterie,
die Fery-Clavel Stifftung Basel sowie dem entgegenkommen der Firmen,
Marti AG Bauunternehmung /Basel/Lausen),
Dups AG Elektrische Anlagen (Füllinsdorf),
Hürzeler Holzbau AG (Magden)und den erlös des Tierpark-Einweihungsfest von 1992,
Architektur: Weis Pausa Cadosh Arcitekten (Basel),Martin Weis,
STIFTUNG PRO AUGUSTAA RAURICA anlässlich des Eröffnungsaktes von 29. August 1999,
A. a. d. T.



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Eintrittspreis:

frei zugänglich

Parkmöglichkeiten:

In Augst und Kaiseraugst


Kosten:

ev. Wegspesen

Gastronomie:

im Augst und Kaiseraugst


Übernachtung:

im Augst und Kaiseraugst

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Und hier sehen Sie,
wie Sie Augusta Raurica finden können !




Kartenausschnitt nach Augusta Raurica


Plan zum ausdrucken


Koordinaten:

622109 / 264620 (297 m ü.M)


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Zürich über Baden nach Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst)
Fahrzeit: 50 Minuten
Von Zürich aus etwa noch 72 Kilometer bis nach Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst)


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von Zürich über den Neumühle Quai in die Stampfenbachstraße abbiegen
der Stampfenbachstraße über die Museumstraße die Pfingstweidstraße richtung Zürich-Hardturm, Zürich-Altstetten folgen
am Limmattaler Kreuz auf die A1 in richtung Bern/Basel fahren
und der A1 über Dietikon, Würenlos, Wettingen, Neuenhof und Baden folgen
nach Baden von der A1 auf die A3 in richtung Basel fahren
der A2 bis Liestal, Augst folge
an der Ausfahrt Augst abfahren und dem Wegweiser "Augusta Raurica" folgen



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