Besucht von: JJ , am: 22. 09. 2004 , Objekt Nr. ch-rr-ar.0015 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Basel Land Aargau



Augusta Raurica (Augst/Keiseraugst) !



Podiumstempel !


Podiumstempel auf den Schönbühl

Das mächtige Temoelfungament auf den Hügel "Schönbühl" hat seit langem zu Schürfungen und archeolegischen Ausgrabungen Anlass gegeben. So haben mehr oder weniger umfangreiche Arbeiten 1838 - 43, 1892, 1917 - 28, 1938 und 1945 an verschiedenen Stellen des Schönbühls stattgefunden, und 1957 7 58 wurden die heute sichtbaren Reste mit Hilfe des Basler "Arbeitsrappens" konserviert.
Immer wieder wurde versucht, sich anhand der unscheinbaren Fundamentreste und der gefundenen Bauteile (Seulen, Gesimse usw.) ein Bild vom ehemaligen Aussehendieses römischen Representativbaues zu verschaffen. Vor Jahrzehnten bestand sogar einmal der Plan, den Tempel vollständig wiederaufzubauen.
Das heutige noch über drei Meter hohe Tempelfundament, das Podium, ist aus regelmässig geführten und in Gussmörtel verlegten Kalkstein erbaut6. Zwischen den auf drei Seiten vorspringenden Mauerzügen muss man sich mächtige Fundamentquader aus rechteckih gehauenem Sand- oder Kalkstein vorstellen, auf denen einst die Säulen standen. Die ganze Aussenfront sowie die Oberfläche des einst fast vier Meter hohen Podiums waren ebenfalls mit sorgfältig überarbeiteten Steinplatten verkleidet.


Am Oberende der Podiumstreppe kann man heute noch vier Fundamentquader sehen, auf denen die ursprünglich sechs Säulen der Tempelfront gestanden haben.
Die Priester und Prozessionsteilnehmer gelangten über eine breite Steintreppe auf das Podium. Unmittelbar vor dem eigentlichen Tempel mit seinen Säulen muss dder Altar gestanden haben, vor dem allerdings keine Fundamentreste - werden auf dem Podium noch vor diesem - gefunden werden konnten. Der Tempel hatte eine Vorhalle, die von sechs und zwei Säulen getragen wurde. Dahinter lag das Allerheiligst, die Cella: ein rechteckigger, gemauerte Raum von etwa 16 x 13 Metern, dessen Aussen- und Innenwände mit Pilastern, eckigen Wandpfeilern mit Basis und Kapitell, geglieddert waren. Die Säulen der Vorhalle standen auf attischen Bassen und trugen Kapitelle korinthischer Ordnung (verziert mit üppigem Blattwerk). DIe Säulen waren 4 - 5 Meter hoch und trugen mit den Cellawänden das Tempeldach, von dem nur einige Architravstücke (Quergebälk) und Teile von Wasserspeichern erhalten sind.
Der Podiumtempel nach klasischem Vorbild entstand an Stelle mehrerer älteren Viereccktempelchen in den Jahren 50 - 75 n. Chr., gleichzeitig mit dem Bau des ersten Theaters gegenüber.



Ein Schatzsucher - Loch im Tempelfundament

Im massiv gemauerten Sockel, dem sogenannten Podium, des Schönbühltempels befindet sich ein eigentümliches Loch oder eine Art Stollen, der heute mit einer Gittertüre verschlossen und mit modernen Betondecke versehen ist. Mancher Besucher wird sich nach dem Zweck dieses Loches fragen!
Die mächtige Tempelruine lag bis etwa 150 Jahren unter einem auffälligen Hügel versteckt, der aber schon lange die Aufmerksamkeit der Altertumsforscher und Schatzgräber gewekt hatte. Andreas Ryff aus Basel war einer der ersten, der auf der Su77che nach antiken Schätzen diese Tempelruine in den Jahren 1582 - 85 durchsuchte. Der massiv gemauerte Sockel muss in ihm den Verdacht gewckt haben, unter einer dermassen solien Mauerabdekung müsse etwas ganz besonders Wertvolles versteckt und geschützt sein. So trieb er diesen Stollen in das Fundament ein, ohne zu wissen, dass er eine Tempelruine vor sich hatte - und ohne den ersehnten Schatz zu finden! Bei der Konservierung des Schönbühltempels hat man dieses Loch als Dokument vergangener Schatzgräberromantik offen gelassen.
A. a. d. T.



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Öffnungszeiten:

jeder Zeit frei zugänglich !

Parkmöglichkeiten:

In Augst und Kaiseraugst


Kosten:

ev. Wegspesen

Gastronomie:

im Augst und Kaiseraugst


Übernachtung:

im Augst und Kaiseraugst

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Und hier sehen Sie,
wie Sie Augusta Raurica finden können !




Kartenausschnitt nach Augusta Raurica


Plan zum ausdrucken


Koordinaten:

621225 / 264719 (284 m ü.M)


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Zürich über Baden nach Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst)
Fahrzeit: 50 Minuten
Von Zürich aus etwa noch 72 Kilometer bis nach Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst)


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von Zürich über den Neumühle Quai in die Stampfenbachstraße abbiegen
der Stampfenbachstraße über die Museumstraße die Pfingstweidstraße richtung Zürich-Hardturm, Zürich-Altstetten folgen
am Limmattaler Kreuz auf die A1 in richtung Bern/Basel fahren
und der A1 über Dietikon, Würenlos, Wettingen, Neuenhof und Baden folgen
nach Baden von der A1 auf die A3 in richtung Basel fahren
der A2 bis Liestal, Augst folge
an der Ausfahrt Augst abfahren und dem Wegweiser "Augusta Raurica" folgen



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