Besucht von: JJ , am: 22. 09. 2004 , Objekt Nr. ch-rr-ar.0018 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Basel Land Aargau



Augusta Raurica (Augst/Keiseraugst) !



Stadtquartier mit Badehaus !



Das Quartier an der Fielendierstrasse...

...und was davon noch zu sehen ist

Das Ruinenareal, das sie hier sehen ,ist der "hintere" Teil des Quartiers mit dem Badegebäude und dem unterirdischen Brunnenhaus. Sichtbar davon ist nur der Brunnenschacht, aus dem Wasser für das Badegebäude geschöpft werden konnte. Die Gebäude lagen am Fuss dse Kastelenhügels, der inzwischendem Kiesabbau zum Opfer gefallen ist.
Imposante Stützmauern (ältere, jüngere Mauern) sicherten den Hang. Das Bad war über einen Korridor (nicht konserviert) von der Fielenriedstrasse zugänglich. Da ein Privatbetrieb, war Eintritt zu bezahlen. Nach dem Ausziehen im Umkleideraum lonnte die Badebesucher über einen beheizten Vorraum ins Laubad, dann ins Heissbad gelangen. Geheitzt wurde vom Präfurium her mittels Unterbodenheizung (Hypokaust). Dritte Station war das Kaltbad, ein mit Steinplatten ausgekleidetes Becken.
Wer noch mehr für sein Fitness tun wollte, besuchte das runde Schwitzbad, das von einem seperaten Raum beheitzt wurde. Die angebauten Räume waren wohl Wohnreume des Bademeisters.


Das Quartier ist um die Mitte des 3. Jahrhunderts zerstört worden Anzeichen von Wiederaufbau oder weiterer Benützung fanden sich nicht. Die Strasse verlor ihre Bedeutung und verschwand, wie die Ruine selbst, unter dem Boden.
Dieses Areal sollte (wieder) als Werkhof dienen. 1988 entdeckte man jedoch das Intakt erhaltene underirdische Brunnenhaus - einmalig genug, um es samt seiner Ungebung zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.



...abseits und doch am Nerv das Geschehens

Die Fielenriedstrasse war eine Hauptverkehrsachse der Rönerstadt. Sie verband das Forum mit der Unterstadt an Rhein. Fuhrleute mit Fracht aus dem Südteil der Stadt und dem Hinterland konnten darauf das Stadtzentrum umfahren, wenn sie zum Hafen oder ins Gewärbequartier wollten.
Im 1, Jahrhundert n. Chr. arbeiteten hir Handwerker, wie Reste einer Töpferei und einer Metallgieserei zeigen. Für die Wasserversorgung hatte man ein unterirdisches Brunnenhaus gebaut. Mit dem wachsen der Stadt mussten die feuergefärlichen Gewärbe aber weichen. Es entstanden Häuser mit Geschäftslokslen und Tabernen (Garküchen) gegen die Strasse und Wohnräume im hinteren Bereich. Entlang der Ostseite der Strasse hat man Portiken ("Laubengänge") gebaut; Strassengräben führten Regenwasser ab. die Strasse ist entsprechend ihrer Bedeutung mehrfach neu aufplaniert worden.
Ende des 2. Jahrhunderts baute ein Privatunternehmer ein recht grosses Bad, in dessen Heizraum man hineinsieht. Für die Benutzung des Bades, das unter den vielen Strassenpassanten sicher gute Kundschaft fand, musste bezahlt werden. Es war von der Strasse durch einen Fluhr oder eine schmale Gasse zugänglich und bot neben Heiss-, Lau- und Kaltbad zusätzlich ein Schwitzbadan. das schon vorhandene Brunnenhaus wurde umgebaut. Aus ihm ist das Bad über den Brunnenschacht mit Wasser versorgt worden.
Das Quartier unter den Stützmauern liegt auf den ersen Blick etwas abseits. Der lebhafte Strassenverkehr sorgte aber dafür, dass die Bewohner und Bewohnerinnen am Geschehen in der Stadt beteiligt waren. Nahe beim politischen und kommerziellen Zentrum, dem Forum gelegen, war es für ermüdete Stadträte, Kaufleute und Händler vielleicht ein beliebter Treffpunkt nach Feierabend und für Gespräche im "kleinen Kreis".


Ein Bild vom Badebetrieb vor 1700 Jahren

Vor dem Wandbild liegen die Mauerreste eines Badebetriebs, dessen heizbare Räumlichkeiten sind mit rotem Kies markiert. Auf dem grossen Wandbild sind die Räumlichkeiten dargestellt, die sich jenseits der heutigen Grundstückgrenzen befinden. Rechts liegt das aufgeschnittene Kaltbad mit Wasserbecken, daneben der Umkleiderahm sowie ein Raum, der vielleicht zum Massieren und zur Körperpflege der Gäste dient. Links davon sieht man den Hinterhof eines Gebäudes, das auf der Hauptstrasse liegt. Es ist vielleicht eine Kneipe: Bei Ausgrabungen wurde in dieser dichten Häuserzeile viele Herdstellen und Speiseabfälle gefunden. Ganz links ist die hohe Mauer zu sehen, weiche das römische Villenquartier auf der einstigen Anhöhe abstützte. Der Hügelsporn ist inzwischen dem Kiesabbau zum Opfer gefallen.
A. a. d. T.



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Öffnungszeiten:

jeder Zeit frei zugänglich !

Parkmöglichkeiten:

In Augst und Kaiseraugst


Kosten:

ev. Wegspesen

Gastronomie:

im Augst und Kaiseraugst


Übernachtung:

im Augst und Kaiseraugst

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Und hier sehen Sie,
wie Sie Augusta Raurica finden können !




Kartenausschnitt nach Augusta Raurica


Plan zum ausdrucken


Koordinaten:

621429 / 264963 (280 m ü.M)


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Zürich über Baden nach Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst)
Fahrzeit: 50 Minuten
Von Zürich aus etwa noch 72 Kilometer bis nach Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst)


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von Zürich über den Neumühle Quai in die Stampfenbachstraße abbiegen
der Stampfenbachstraße über die Museumstraße die Pfingstweidstraße richtung Zürich-Hardturm, Zürich-Altstetten folgen
am Limmattaler Kreuz auf die A1 in richtung Bern/Basel fahren
und der A1 über Dietikon, Würenlos, Wettingen, Neuenhof und Baden folgen
nach Baden von der A1 auf die A3 in richtung Basel fahren
der A2 bis Liestal, Augst folge
an der Ausfahrt Augst abfahren und dem Wegweiser "Augusta Raurica" folgen



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