Besucht von: JJ , am: 14. 10. 2004 , Objekt Nr. ch-rr-av.0001 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Vdoise



Aventicum (Avenches) !



Amphitheater


Das Amphitheater

Dieser grosse öffentliche Bau wurde warscheinlich Ende des 1. Jh n. Chr. erbaut und diente vorwiegend Gladiatorenkämpfen und Kämpfen zwischen Menschen und wilden Tieren: Bären, Löwen und Luchse. Solche Schauspiele wurden besonders geschätzt, weil die Jagd damals sehr verbreitet war. Das Amphitheater misst aussen 105 x 92 m, die Arena 51,5 x 38,5 m.
Im westlichen Teil sind die Sitzreihen gröstenteils auf dem dazu angegrabenen Moränenhügel errichtet, die östlichen Sitzreihen sind auf aufgeschüttetem Material. Eine Imposante halbkriesförmige Stützmauer grenzt den Vorplatz ab, wo sich die Zugänge zur Arena und den Sitzreihenbefinden. Auf der Westseite verliess man die Arena durch einen überwölbten Durchgang, um anschliessend über die Rampe und Treppen auf der Höhe des Hügels herauazukommen.


Mauerwerk des Amphitheaters ist auch im Untergeschoss des Museums sichtbar. Die Fassade auf der seite des Vorhofs erfuhr verschiedene Umbauten, um schlieslich zu einer Art von Triuphbogenarchitektir mit drei Durchgängen zu werden.
Etwa ende des 2. Jh. wurde das Amphitheater vergrössert und mit einer massiven, mit halbrunden Nischen gegliederten Mauer umfasst. Die Zahl der Sitzplätze erhöte sich somit von 9'000 auf etwa 16'000. Im Vergleich dazu bot das Amphitheater von Nimes 21'000 Zuschauern Platz, das Koloseum in Rom 33'000.


Die Zugänge am Fuss der Sitzreihen

Der nördliche der drei Osteingänge kann auch mit Fahrzeugen benutzt werden. Die Mauer, die nan nördlich seiner Einmündung in die Arena sieht, ist bis zum Boden abgerissen worden. Ursprünglich reichte diese Mauer als Stütze der Treppe bis zum unteren Ende der Sitzreihen, das Profil der Treppe ist rot auf den Seitenmauern eingezeichnet. Diese Treppe war gleich konstruirt wie jene, die beim südlichen der drei Durchgänge erhalten ist und zum umgang oberhalb des Dienstkorridors führt.+


Die Fassade des Vorhofes

Drei Bauphasen sind unterscheidbar
Ursprünglich besass die halbrunde Stützmauer des Vorhofes drei Durchgänge . Im 3. Viertel des 2. Jh. wurde ein eigentliches Portal aus grossen Blöcken im Vorhof errichtet. Diese monumentale Fassade war in fünf Bögen gegliedert. Jene der drei Durchgänge waren mit Giebeln überhöht. Anlässlich der Vergrösserung des Amphitheaters wurden die beiden blinden, je äusseren Bögen entfernt und durch feinteiligeres Mauerwerk ersetzt, das als Stütze der nieschen der neuen Fassade besser geeignet war. Diese neue Fassade diente dazu, das Amphitheater grösser und höher zu bilden, um Zuschauerraum zu gewinnen. Der zentrale Durchgang konnte bei der Restauration nur teilweise von der Fassade des mittelalterlichen Turms befreit werden. Der Verlauf des Mörtels der mittelalterlichen Mauer zeigt im Inneren des Durchganges die ursprüngliche Öffnung des römischen Tors.
Die Treppe rechts des südlichen Durchganges führte ehemals direkt zur Orchesterbühne.


Der mittelalterliche Turm

Ein Verteidigungsturm wurde Ende 11. Jh. unter Bischof Burchard über dem zentralen Tor und dem noch erhaltenen Gewölbe des südlichen Durchganges erbaut. Seine Fundamente, die in den mehr als 3 m. hohen Bauschutt des römischen Monumentes eingeteilt wurden, versperrten nun den antiken Durchgang. Das Mauerwerk dieser Bauphase ist bis Mitte der Fenster des zweiten Stockes erhalten.
Im 13. Jh. erhielt der Turm ein zusätzliches Stockwerk mit Holzbalkonen auf zwei seiten. Zur Zeit der Berner Herrschaft wurde der Turm in einen Speicher umgewandelt, wobei er sein heutiges Aussehen bekam. Das Stockwerk mit den Balkonen wurde wieder abgerissen und die Zinnen durch gemauerte Giebel ersetzt, auf die der Dachstuhl des 13. Jh. erneut montiert wurde.
Nachdem der Turm 1838 zum Museum geworden war, erhielt er grosse Fenster, die erst 1994 wieder bis auf schmale Öffnungen zugemauert wurden, um dem Turm erneut den Aspekt eines Verteidigungsbaues zu verleihen.
A. v. d. T.


Das Amphitheater verfügt über einen kraftwert von ...

"4 000 Boviseinheiten"



_______________________________________________________

Öffnungszeiten:

jeder Zeit frei zugänglich

Parkmöglichkeiten:

in Avenches


Kosten:

ev. Wegspesen

Gastronomie:

in Avenches


Übernachtung:

in Avenches


zum ausdrucken


Swiss Koordinaten:

569836 / 192280 (463 m ü.M)


______________________________


Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Zürich über Baden nach Aventicum (Avenches)
Fahrzeit: ca. 1 Stunde 42 Minuten
Von Zürich aus etwa noch 158 Kilometer bis nach Aventicum (Avenches)


______________________________
von Zürich über den Neumühle Quai in die Stampfenbachstraße abbiegen
der Stampfenbachstraße über die Museumstraße die Pfingstweidstraße richtung Zürich-Hardturm, Zürich-Altstetten folgen
am Limmattaler Kreuz auf die A1 in richtung Bern/Basel fahren
und der A1 über Dietikon, Würenlos, Wettingen, Neuenhof und Baden folgen
nach Baden weiter der A1 über Mägenwil, Lenzburg,
Aarau-Ost und Aarau-West, Oftringen, Wiggertal, Rothrist, Härkingen, Oensingen,
Wangen an der Aare, Luterbach, Kriegstetten, Kirchberg, richtung Bern fahren
weiter auf der A1 über Wankdorfdreieck, Bern-Neufeld, Bern-Forsthaus in richtung Neuchâtel fahren
nach Bern-Forsthaus weiter der A1 über Bern-Brünnen, Murten bis Avenches in richtung Neuchâtel fahren
bei der Ausfahrt Avenches abfahren und der E25 ins Zentrum folgen


Auf einen der vielen Parkplätzen Parkieren und die Ruinen und das Museum besuchen.



Weiter zur Bildergalerie: Amphitheater in Aventicum

Zurück zur letzten Seite !

Zu Römische Ruinen zurück !

Zur Startseite zurück !

Copyright © 2004 / April / Dezember 2007 (J) by Sehenswertes.ch alle hier enthaltene Fotos sind Eigentum des Autors !