Besucht von: JJ , am: 03. 10. 2004 , Objekt Nr. ch-rr-gv.0003 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Basel Land



Villa Munzach in Liestal !



Die Villa bestand aus ...

Quellfassung / Tempel (später Kirche), Stau- und Schutzmauer zur Ableitung von Gewitterregen, Küche, Wohnräume, Korridor, Heizräume, Keller, Wirtschaftswräume, Schwitzbad, Saal, Porticus (Säulenhallen), Vorratskeller für Ölamphoren, Lagerhalle und Scheune, röm. Zufahrtsweg, Ökonomie und Nebengebäude.


Die römische Villa wurde 1950 von Theodor Strübin entdeckt.
Ihre Ausgrabung erstreckte sich über ein Viertel Jahrhundert von 1950 bis 1974.

Diese Villa war ursprünglich ein mit Bodenheitzungen und Mosaiken reich ausgestattetes römisches Landhaus mit landwirtschaftlichem Gutsbetrieb samt Dienstwohnungen, Scheunen, Werkstätten usw. entlang der Hofmauern. Die Distanz zur römischen "Grosstadt" Augusta Raurica beträgt etwa eine Wegstunde (gut 5 km).

Zahlreiche und auch seltene, einmalige Funde: marmorne Brunnenseule; grosser bronzener Delphin als Wasserspeier und andere Statuetten; Pferde - Viergespann - Mosaik u. a. m.

Die Anfänge der VIlla liegen in der 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr.. Die Anlage erfuhr verschiedene Erweiterungen und Umbauten, litt um 260 n. Chr. unter den Einfällen der Alamannen, eines germanischen Volksstammes, der ungefähr das Gebiet des heutigen Baden - Württemberg bewohnte. Notdürftig instandgestellt, dienten einzelne Gebäude bis ins 4. Jahrhundert. Möglicherweise wurden einzelne Räume oder Häuser auch noch später (im 5. und der 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts n. Chr.) benützt. In unmittelbarer Nachbarschaft (im Gebiet des heutigen grossen Parkplatzes und der Schwesternhäuser) entstand jedenfalls vom späteren 6. Jahrhundert an ein eigentliches Dörfchen.

In einer St. Galler Urkunde vom Jahre 825 ist die Rede von "Moncianum" (Munzach). Im Bereiche der römischen Quellfassung mit Heiligtum (?) entstand später eine Kirche. Sie wurde erst im Jahre 1765 abgebrochen, während das Dörfchen Munzach bereits im Laufe des Mittelalters, im 14. Jahrhundert, verlassen und aufgegeben wurde.

1961 konnte dank der Bemühungen der von Th. Strübin ins Leben gerufenen "Munzachgesellschaft" die zentralen Teile geschützt und konserviert werden.

Die Villa Munzach gehört zu den grössten römischen Gutshöfen in der Schweiz und ist die ausgedehnteste Anlage dieser Art im Kanton Baselland, in der Nordschweiz und der Region.

A. v. d. T.



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Öffnungszeiten:

frei zugänglich


Parkmöglichkeiten:

bei der Villa


Kosten:

ev. Wegspesen

Gastronomie:

in Liestal


Übernachtung:

in Liestal


zum ausdrucken


Koordinaten:

621205 / 259797 (339 m ü.M)


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Zürich über Baden, Solothurn nach Grenchen
Fahrzeit: ca. 57 Minuten
Von Zürich aus etwa noch 85 Kilometer bis nach Grenchen


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von Zürich über den Neumühle Quai in die Stampfenbachstraße abbiegen
der Stampfenbachstraße über die Museumstraße die Pfingstweidstraße richtung Zürich-Hardturm, Zürich-Altstetten folgen
am Limmattaler Kreuz auf die A1 in richtung Bern/Basel fahren
und der A1 über Dietikon, Wettingen, Neuenhof, Baden richtunt Bern/Basel folgen
nach Baden von der A1 auf die A3 richtung Basel fahren
der A3 über Frick, Eiken, Rheinfelden richtung Basel weiter folgen
nach Rheinfelden von der A3 auf die A2 in richtung Liestal fahren
von der A2 auf die 12 nach Liestal fahren



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