Besucht von: JJ , am: 23. 08. 2006 , Objekt Nr. ch-ks-ab.0006 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Turgau



Arbor Felix (Arbon) !



Kastell



Das römische Kastell Arbor Felix

Das Kastell von Arbor Felix gehört zu den wenigen römischen Militäranlagen der Nordschweiz, die in der antiken Literatur erwähnt sind. So schreibt Ammianus Marcellinus, dass Kaiser Gratian im Jahre 378 n. Chr. "per castra, quibus Felicis Arboris nomen est" zog. Erst 1957 gelang es, den Standort dieses "Castrums" sicher zu lokalisieren. Die Sondierungen durch Elmar Vonbank in den Jahren 1958 - 62 beschrenkten sich weitgehend auf die Abklärung der Grösse der Anlage und den VErlauf der Kastellmauer. 1973 und 1986 untersuchte das Amt für Archeologie kleine Flächen im Kastellinneren.
Die maximal 2,6 m dicke Kastellmauer folgt dem natürlichen Geländeverlauf des Hügels, was der Anlage ihre unregelmässige Form gibt. In ABständen von etwa 22 m schützten und verstärkten halbrunde und rechteckige Türme die Mauer. Eine Toranlage ist im Norden der Festung nachgewiesen. Der Mauerring nund die Türme zeigen die typischen Merkmale der römischen Gussmauertechnik: Zuerst zog man die beiden Sichtflächen mir lagig verlegten, ausgewählten Steinen hoch und goss anschliessend den Zwischenraum mit Füllsteinenj und Kalkmörtel aus. Für die Schalen der Rechtecktürme wurden teilweise Spolien (Bausteine in Zweitverwendung) vermauert.
1990 konnten rund 50 m vor der Westlichen Mauerfront die Reste eines Kastellgrabens freigelegt werden. Der 8,8 m breite und 3 m tiefe Spitzgraben reichte bis in den Grundwasserbereich, was die Erhaltung organischer funde, darunter römische Lederschuhe und ein Eichenfass, begünstigte.
An Innenbauten sind Gebäudereste im Bereich des heutigen Schlosshofs und ein Bad unter der Martinskirche nachgewiesen, dessen Fundamente beim Bau der Kirche Verwendung fanden.
Das Kastell Arbon wurde zusammen mit anderen, z. B. Tasgetium (Eschenz/Stein am Rhein), Ad Fines (Pfyn) und Konstanz gegen ende des 3. Jahrhunderts zum Schutze der vom Donauraum an den Rhein und Bodensee zurückgekommenen Reichsgrenze errichtet und war nach den schriftlichen Quellen, Kleinfunde und Münzen während des ganzen 4. Jahrhunders nach Christus belegt. Ab 401 n. Chr. endete uwar allmählich die römische Herrschaftim Gebiet des heutigen Kantons Thurgau, nicht aber die nutzung des Kastellareals. So berichtet die Lebensgeschichte des heiligen Gallus, dass dieser im frühen 7. Jahrhundert im Kastell in Arbon eine Christliche Gemeinde vorfand. Auch das frühmittelalterlichen Gräberfeld auf dem Bergli belegt die Siedlungskontinuität in Arbon.
A. v. d. T.



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Öffnungszeiten:

frei zugänglich

Parkmöglichkeiten:

am Seeufer


Kosten:

ev. Wegspesen

Gastronomie:

in Arbon


Übernachtung:

in Arbon


Koordinaten:

N47° 26.135 / E009° 30.534 (401 m ü.M)


zum ausdrucken


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Winterthur nach Arbon
Fahrzeit: ca. 51 Minuten
Von Winterthur aus etwa noch 73 Kilometer bis nach Arbon


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von Winterthur über Winterthur-Öhringen, Lindstraße auf die A1 richtung St. Gallen fahren
weiter der A1 über Ober-Winterthur richtung St. Gallen folgen
der A1 weiter über Matzingen, Münchwilen, Wil, Uzwil, Gossau, St. Gallen-Winkeln,
St. Gallen-Kreuzbleiche, St. Gallen-Neudorf nach Rorschach folgen
bei Rorschach von der A1 über die 13 nach Arbon fahren


in Arbon zum Strand fahren dort befinden sich auch die Reste vom Römischen Arbor Felix



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