Besucht von: JJ , am: 20. 10. 2004 , Objekt Nr. ch-rr-pc.0007 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Bern



Petinesca (Studen) !



Treppe im Tempelbezirk


Seit dem 17. Jahrhundert werden die römischen Überreste in Studen mit der Örtlichkeit Petinesca in Verbindung gebracht, die auf der Tabula Peutingeriana (spätrömische Strassenkarte) und im Itinerarium Antonini (römisches Reisehandbuch) festgehalten ist.





Der römische Vicus Petinesca (Dorf) liegt auf mehreren Geländeterassen am südöstlichen Ausläufer des Jäissbergs. Man unterscheidet volgende Areale:
1. Spätrömische Torturmanlage des 3./4. Jahrhunderts mit Vorgängerbauten. Nördlich davon befindet sich ein Steingebäude-Komplex des 1. - 4. Jahrhunderts; er wird als Mansio oder Mutatio (Herberge/Pferdewechselstation) intepretiert.
2. Auf der unteren Hangstrasse erstrekt sich das Unterdorf entlang der 8 m breiten Vorderbergstrasse. Es besteht vom 1. bis zum 3. Jahrhundert. Sowohl seine anfänglichen Holz- als auch die späteren Steinhäuser dienen nicht nur als Wohn- sondern auch als Gewärberäume (z.B. als Schmiede oder Metzgerei).
3. Von der oberen Hangterrasse kennt man Gebäudereste, die man mit dem vermutlich herrschaftlichen Oberdorf in Verbindung bringt. Hier finden sich auch die gallo-römiosche Tempel Ried.
4. Auf einer Hügelkuppel liegt der umfriedete Tempelbezirk Gump-boden. Die sieben gallo-römische Umgangstempel sowie die vier kleinen Kapellen und sogenanntes Priesterhaus repräsentieren ein regionales Kultzentrum des 1. - 4. Jahrhunderts.
5. An der Ausfallstrasse Richtung Aegerten befindet sich, am heutigen Keltenweg gelegen, das römische Gräberfeld mit reich ausgestatteten Brandgräbern des späten 1. Jahrhunderts.
In der nördlichen Nachbargemeinde Aegerten (ausserhalb Plan) sind in der Zielebene Töpfereiabfälle aus dem 1. Jahrhundert sowie eine römische Hafenanlage nachgewiesen.
Der Bau von zwei spätrömischen Burgi (Befestigungsanlagen) kann anhand der Jahrringanalyse ihrer Unterpfählung in die Jahre 368 und 369 n. Chr. festgelegt werden. Sie dienen zur Sicherung der Verkehrswege (Strassen, Flussschifffahrt).
A. a. d. T.



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Öffnungszeiten:

frei zugänglich !


Parkmöglichkeiten:

in Studen


Kosten:

ev. Benzinkosten

Gastronomie:

in Studen


Übernachtung:

in Studen od. Biel


zum ausdrucken


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Wegbeschreibung:

per Fahrzeug


Optimale Route von Zürich über Baden, Solothurn nach Studen (Petinesca)
Fahrzeit: ca. 1 Stunde 40 Minuten
Von Zürich aus etwa noch 128 Kilometer bis Studen (Petinesca)


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von Zürich über den Neumühle Quai in die Stampfenbachstraße abbiegen
der Stampfenbachstraße über die Museumstraße die Pfingstweidstraße richtung Zürich-Hardturm, Zürich-Altstetten folgen
am Limmattaler Kreuz auf die A1 in richtung Bern/Basel fahren
und der A1 über Dietikon, Wettingen, Neuenhof, Baden, Mägenwil, Lenzburg, Aarau-Ost, Aarau-West,
Oftringen, Wiggertal, Rothrist, Härkingen, Oensingen, Wangen an der Aare nach Luterbach fahren
in Luterbach von der A1 auf die A5 über Solothurn-Zuchwil richtung Solothurn fahren
in Solothurn vonn der A5 in die 22 über Dotzigen, Scheuren, Schwadernau, Brügg, Aegerten nach Studen fahren


in Studen ins Zentrum fahren dann können Sie die Ruinen schon sehen



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Treppe im Tempelbezirk von Petinesca

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