Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!.................................................................................................... Besucht von: JJ , am: 13. 05. 2006 , Objekt Nr. ch-bs-af.0026

 

 


Schweiz Solothurn



Museum

Schloss alt Falkenstein !


Die Burg alt - Falkenstein

Die Burg Alt - Falkenstein, welche zuerst nur aus dem westlichen Wohnturm bestand, wurde vermutlich um 1100 durch den Bischof von Basel erbaut. Nach den Falkensteinern übernahmen im Jahre 1130 die Grafen von Bechburg den Buchsgau (Gäu) von den Frohburgern zu Lehen und damit auch Alt - Falkenstein. 1420 kaufte die Stadt Solothurn die Burg samt Städtchen Klus.
Nach dem Franzoseneinfall gehörte das Schloss mehreren Privatpersonen. 1923 schenkte die Familie Feigenwinter die Burg dem Kanton Solothurn.
Seit 1929 betreibt die Museumsgeselschaft Thal - Gäu auf dem Schloss ein Heimatmuseum.


Das Städchen Klus

Das Städchen Klus diente eigentlich als Vorhof zur Burg Alt - Falkenstein. Durch zwei starke Stadtmauern waren die Bewohner geschützt. Am Stadttor wurde der begehrte Wegzoll eingezogen.
1375 wurde das Städchen von durchziehenden Guglern zerstört.
in der Klus gab es schon früh Glashütten, etwas später Hammerschmieden.
1823 wurde die "Gesellschaft der Ludwig von Roll'schen Eisenwerke" gegründet, welche in der Blütezeit bis zu 3'000 Personen beschäftigte. Die ausländische Konkurrenz und die Weltwirtschaftskreise 1973 bedeuten das Ende der Eisenindustrie im Thal. Initiative Unternehmungen haben die entstandene Lücke zu schliessen begonnen.



Geschichte:

Am anfang war das Meer

Prächtige Versteinerungen, Fossilien, haben den Jura weltberühmt gemacht. Sie führen uns weit zurück in die Erdgeschichte, in eine Zeit, als vor über 150 Milionen Jahre das Jurameer als wohl zimlich seichtes Gewässer weite Gebiete Europas bedeckte. In Milionen von Jahren setzten sich 500 bis 800 Meter mächtige Schichtgruppen ab, die reichlich Krebse, Seeigel, Schwämme, Korallen und Schnecken enthielten. Der unermüdliche Sammler, Kondukteur und Dchlosskustos Anton Nünlist (1885 - 1937) hat dem Museum Alt - Falkenstein einige seiner schönsten und wertvollsten Funde überlassen.


... dann kam der Mensch

Während zur Zeit der grössten Vergletscherung die Juratäler tief unter Eis lagen, konnten die Gletscher der letzten Eiszeit nicht mehr in die Täler vordringen. Mit dem Abschmelzen tauchten auch bald die ersten Menschenn auf und hinterliessen in der Region die Spuren ihrer Anwesenheit; in der Rislisberghöhle am Ausgang der Klus vor ca. 13'000, an der Holzfluh vor ca. 4'500 Jahren. Überaus reich sind die Funde aus der Römerzeit. Als letzte Station vor dem mühseligen Pasasübergang konnte der aus einigen Gutshöfen bestehende Ort wohl auch wirtschaftlich vom Durchgangsverkehr auf der wichtigsten Strasse nach Augusta Raurica (Kaiseraugst) profitieren. Reste dieses Heerwegs sind nach dem Weiler St. Wolfgang immer noch auszumachen.


... mit Krieg

Wehrhaftikeit war überall anzutreffen. Aufgeregte Tage gab es für die Herren von Falkenstein und die Dorfbevölkerung nach der Ermordung des habsburgischen Königs Albrecht 1308, als zwei Königsmörder hier zuflucht suchten. Unruhe herschte auch 1374 während des Safrankrieges. Ein Jahr später überfielen die Gugler die Gegend. Bauernunruhen im 16. Jahrhundert, der Klusewr Handel und 1653 der Bauernkrieg brachten grosse Kriegswirren. Am 3. März 1798 fieien die Franzosen im Thal ein. Mit dem Sonderbundskrieg im 19. Jahrhundert und dem Ersten und Zweiten Weltgrieg drohte den Bewohnern des Thals auch in jüngerer Zeit immer wieder Kriegsgefahr.


... und Frieden

Alt - Falkenstein wurde auch das "Schreiberschloss" genannt. Von 1560 bis 1798 wohnte und amtete auf dem Schloss der Landschreiber. Er war auch Stellvertreter des Landvogtes, welcher auf Schloss Neu - Falkenstein residierte.
Alle Land- und Gebäudekäufe, Tausch- und Eheverträge, Erbteilung usw. wurden vom Landschreiber geschrieben. Er führte auch Protokoll bei Gerichtsfällen. Bei Feuerausbrüchen und kriegerischen Bedrohungen musste er durch Mörserschüsse Alarm geben.


... mit Kunst

1797 begann die Industrialisierung im Thal: Der spätere Gründer der von Roll'schen EIsenwerke, Louis von Roll, erhielt die Bewilligung für einen Fabrikneubau in Aedermannsdorf zur Produktion von Steingut und Fayence - Geschirr. Erster Leiter der Fabrik war der Lenzburger Johann Jakob Frey.
Bis zur Gründung der AQktiengesellschaft "Thon - waren - Fabrik Aendermannsdorf" (1883) wurden Tafelgeschirr für die breite Masse und Einzelstücke produziert.
Keramikstücke aus der Bidermeierzeit erfreuen den Betrachter noch heute durch ihre Form und Bemalung, durch persönliche Widmungen oder markige Sinnsprüche.


... und Handwerk

Balsthal war dank seiner geografischen Lage für die Einführung gewerblicher Handwerksbetriebe wie geschaffen. Das Wasser der Bäche, versiedene Erde und Erze sowie der Holzreichtum der Wälder waren Rohstoffe in nächster Nähe. Schreiner, Weber, Küfewr, Maurer und Metzger, um nur wenige zu nennen, sind im Jahre 1837 in der Statistik erwähnt. Nebst Eisen- Papier- und anderer Industrie leistete das Handwerk mit der grossen Tradition Tüchtiges, nicht nur aus Erwerbsgründen, sondernaus Berufsstolz, aus Freude an höchster Leistung.
A. v. d. F.



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Öffnungszeiten:

April bis Oktober !
Mo + Di geschlossen
Mi - Fr 14:00 - 17:00 Uhr
Sa + So 10:00 - 12:00 / 14:00 - 17:00 Uhr
Karfreitag und Bettag geschlossen
Für Schulen und Gesellschaften wird um Voranmeldung gebeten.
Führungen auch ausserhalb der Öffnungszeiten sind auf Anfrage möglich.


Stand: Mai 2006

Parkmöglichkeiten:

grosser Parkplatz
im Zentrum von Klus


Kosten:

ev. Autospesen

Gastronomie:

in Klus / Balstal



Übernachtung:

in Klus / Balstal


Koordinaten:

N47° 18.255 / E007° 41.270 (501 m ü.M)


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Zürich über Baden nach Balstal
Fahrzeit: ca. 56 Minuten
Von Zürich aus etwa noch 88 Kilometer bis Balstal


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von Zürich über den Neumühle Quai in die Stampfenbachstraße abbiegen
der Stampfenbachstraße über die Museumstraße die Pfingstweidstraße richtung Zürich-Hardturm, Zürich-Altstetten folgen
am Limmattaler Kreuz auf die A1 in richtung Bern/Basel fahren
und der A1 über Dietikon, Wettingen, Neuenhof, Baden, Mägenwil, Lenzburg, Aarau-Ost, Aarau-West,
Oftringen, Wiggertal, Rothrist, Härkingen,Oensingen, nach Balsthal fahren
an der Ausfahrt Oensingen, Balsthal von der A1 auf die 12 abfahren und der Strasse folgen
der 12 weiter nach Balsthal folgen


in Zentrum von Balstal auf den Parkplatz fahren


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Informationen und Führungen:


Schloss alt Falkenstein
CH - 4710 Klus


Tel: +41 (0)62/391'54'32
Tel: +41 (0)79/664'36'08
Schlosswart: Hans Hug



Postadresse:

Museumsgesellschaft Thal u. Gäu
postfach 739
4710 Balsthal


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Link zur Original Hompage
von
www.museum-alt-falkenstein.ch


e-Mail
info@museum-alt-falkenstein.ch



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