Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!.................................................................................................... Besucht von: JJ , am: 24. 05. 2010 , Objekt Nr. ch-do-nf.0001

 

 


Schweiz Glarus

Letzimauer in Näfels !

"Schlacht bei Näfels" 1388



Diese Mauer brauchte ich nicht lange zu Suchen,
sie verläuft beinahe durch das Dorf.

Die Letzimauer in Näfels ist mit einer Höhe von ca. 20 - 50 Zentimetern in fast der ganzen Länge noch sichtbar,
sie ist lediglich in etwa der Mitte durch die Hauptstrasse und ein par Heuser und Nebenstrassen unterbrochen.

Beim Schlachtdenkmal wurde die Letzi in einer Länge von etwa 6 - 8 Metern
und in einer Höhe von ca. 2 - 2.5 Metern wieder rekonstruiert !

J. Janecky


Nach 1288 kam das Glarnerland immer stärker unter die Herrschaft und Vogteigewalt des Hauses Habsburg. Mit hilfe der Eidgenossen von Zürich und der Waldstätte konnten sich die Glarner im Winter 1351 / 52 erstmals von der habsburgischen Herrschaft befreien. Damals begannen sie bei Näfels mit dem Bau einer mächtigen Talsperre. Dieses Werk konnten die Landleute von Glarus nur gemeinsam errichten.


Die Letzimauer

Bauzeit:

Beginn 1351 / 52, Fertigstellung ungewiss, spätestens gegen 1388

Lage:

Nördlich des alten Dorfkerns von Näfels; quer durch das Tal bis an die Linth.
Am Niederberg, dort wo die alte Landstrasse durchzieht, befand sich ein Tor.

Nördlich des Weilers Beglingen oberhalb von Mollis sperrte eine kleinere Letzimauer die Bergscholter gegen den Kerenzerberg hin; von ihr sind kaum mehr Reste sichtbar.


Länge der Talsperre:

Rund 1100 Meter


Zweckbestimmung:

Die Talsperre sollte einen Angreifer hindern, schnell ins Glarnerland einzufallen und ungestört ganze Viehherden wegzutreiben.
Sie war nicht für den Fall einer Belagerung gebaut und auch nicht, um von ihr herab einen entscheidenden Kampf zu führen.


Konstruktion:

Holzpfähle zur Stützung der Fundamente.

Mauer; aus Kalksteinen und Findlingen lagenmässig aufgeschichtet und fest vermörtelt. Insgesamt etwa 6000 Meter Steine.
Höhe: 3,3 bis 3,4 Meter; Breite: 1,2 Meter

Aufschüttung an der Südseite.

Gegossener Mörtelboden für die Verteidigung.



Gegenwertiger Zustand:

Am Niederberg erreicht die Letzimauer noch eine Höhe von 1,8 bis 2,6 Meter. In der Umgebung des Schlachtdenkmals sind einzig die Fundamente erhalten; sichtbar sind nur neuere Blendmauern.

Rekonstruktion eines Teilstückes:

1983 liess der Kanton Glarus dieses Teilstück der Letzimauer möglichst originalgetreu nachbauen, und zwar auf dem Fundament der alten Letzi.


Die Schlacht bei Näfels 1388

1388 kam es bei Näfels zur kriegerischen Entscheidung zwischen den freiheitswilligen Glarnern und der habsburgisch-österreichischen Herrschaft. Am Morgen des 9. April zog ein sattliches österreichisches Heer - schätzungsweise 6000 Mann - aus dem Raume Schänis-Weesen gegen das Glarnerland. An der Letzimauer konnten die wenigen Glarner den Feind nicht am Durchbrechen hindern. Die Österreicher zogen sengend und raubend taleinwärts. Unterdessen sammelten sich etwa 600 Glarner an der Rautihalde ob Näfels. Dort stellten sie die Feinde, die dem Letzitor zustrebten, zum Entscheidungskampf. Die Glarner schlugen den mehrfach überlegenen, aber schlecht geordneten Gegner in die Flucht und verfolgten ihn bis gegen Weesen. Mit diesem Sieg befreiten sich die Glarner entgültig von der habsburgischen Herrschaft.
A. v. d. T.



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Parkmöglichkeiten:

in Näfels


Kosten:

ev. Autospesen

Gastronomie:

in Näfels


Übernachtung:

in Näfels


zum ausdrucken


Ungefähre Koordinaten:


Rekonstruiertes Teilstück:

N47° 06.62 / E009° 04.04 (435 m ü.M)


sichtbare Überreste:

N47° 06.41 / E009° 03.49 (436 m ü.M) - N47° 06.76 / E009° 04.80 (435 m ü.M)
N47° 06.37 / E009° 03.33 (440 m ü.M) - N47° 06.33 / E009° 03.274 (504 m ü.M)


wird zur Zeit rekonstruiert:

N47° 06.41 / E009° 03.376 (438 m ü.M)


Stand: Mai 2010


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Sargans nach Näfels
Fahrzeit: ca. 23 Minuten
Von Sargans aus etwa noch 36 Kilometer bis Näfels
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in Sargans auf die A3 fahren und
der Strasse über Flums, Murg, Weesen nach Niederurnen folgen
in Niederurnen von der A3 abfahren und nach Näfels fahren.



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